DES "Elisabeth Schulte"
meine 1. Reise bei S&B
(bitte anklicken)
Polen
Einige Fotos von der Reise "Elisabeth Schulte" nach Polen.
Ich weiss heute nicht mehr welche Fotos von Gdansk und welche Fotos von Gdynia sind. Ich weiss nur, dass wir eine "Schiet-Ladung" Schwefel bekamen. Beim Beladen geriet der Schwefel im Krangreifer des öftern in Brand. Neben einer Ladung gesalzener, stinkender Kuhhäute aus Texas war diese Schwefelladung das Übelste, was mir in Erinnerung blieb.
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Panama-Kanal
Panama-Kanal-Passage 1969
Foto Günther Platzer Mit den folgenden Bildern wird die Passage der "Elisabeth" durch die Gatun Schleuse, eines Abschnittes im Panama-Kanal, gezeigt. Auf Cristobal-Reede haben sich eine ganze Anzahl von Schiffen versammelt, die den Kanal passieren wollen.
Panama-Kanal-Passage 1969
Foto Günter Platzer Die Schleusenfahrt beginnt. Das amerikanisch/panamesische Kanal-Personal ist schon an Bord und steht auf der Back bereit zur übernahme der Leinen.
Gleich beginnt der "Schleusen-Marathon".
Einfahrt in die erste Schleuse.
Die letzte Schleuse
Es ist geschafft. Vor der "Elisabeth" liegt der Gatun-See.
Nicaragua
DES "Elisabeth Schulte" Corinto/Nicaragua 1969
In Corinto wurde auf Reede Rohzucker geladen. Der Zucker kam in Säcken verpackt, zu Hievs gestaut, auf Bargen verladen bei der "Elisabeth" an. Hier wurden die Hievs mit eigenem Geschirr übernommen. Das Ganze wurde ohne Beteiligung der Besatzung von nicarugianischen Stauern erledigt. Die Stauer blieben von Ladebeginn bis Ladeende an Bord. Toilette war die Ankerklüse.
DES "Elisabeth Schulte" Corinto/Nicaragua 1969
Die Hievs wurden auf der Luke abgesetzt. Die einzelnen Säcke wurde von der Ladegang aufgeschlitzt und der Rohzucker lose ins Schiff geschüttet. Wie man sieht, ging viel daneben. wieso der Zucker nicht in Säcken verstaut wurde, was ja das Laden und Löschen wesentlich einfacher gemacht hätte, ist nicht bekannt.
DES "Elisabeth Schulte" Corinto/Nicaragua 1969
Später wurde noch in den Hafen verholt. Wie auch schon auf Bildern von Jan Behrends mit der "Auguste Schulte" erkennbar, ist die Ankunft eines Schiffes in den Häfen an der zentralamerikanischen Westküste ein besonderes Ereignis. Es ist unvorstellbar, daß all diese Menschen mit dem Beladen des Schiffes zu tun haben können.
Mexico
DES "Elisabeth Schulte" Mexiko-Reise 1969
Die Elisabeth ragt schon ziemlich weit aus dem Wasser. Das Löschen ist fast beendet. Es geht bald wieder los. Der Mann mit dem Hut ist ein spanischer Maschinist, den der FO Platzer, wegen dessen Srachkenntnisse, zum Kauf einer Hängematte auf dem Markt, um Hilfe gebeten hatte. Die Einheimischen wollten den Gringo Platzer über den Tisch ziehen. Aber der hilfsbereite Spanier erzielte einen guten Preis. So kam Günter Platzer zu einer Hängematte, die er zwischen Funkbude und Funkerkammer aufspannte und darin so manche heisse Tropennacht verbrachte. Eine Klimaanlage gab es auf der alten "Elisabeth" natürlich nicht und aus der Hängematte konnte der Schweiss besser abtropfen - so die Worte von Günter Platzer.
DES "Elisabeth Schulte" 1969 Mexiko Reise 1969
In Hamburg wurde Kaolin als Schüttgut geladen. Kaolin wird in der Papierindustrie als Füllstoff oder zur Papierbeschichtung benötigt und auch als Rohstoff bei der Porzellanherstellung eingesetzt. Ein Teil wird auch benötigt, wie man sieht, um den Dampfer zu "überzuckern" - da freut sich der Bootsmann.
Er hatte auf dieser Reise für das leibliche Wohl zu sorgen. Wer kennt noch seinen Namen? Jan Behrends kennt seinen Namen: Peter Niemann, der später gemeinsam mit Uli Janssen und Jan auf der neuen "Auguste" gefahren ist
Die Reise von Hamburg nach Coatzacoalcos dauerte 21 Tage. Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Nur das Trinkwasser wurde gegen Ende der Reise etwas knapp, wie der FO Platzer berichtet.
Allmählich kommt das Schiff in ruhigere Gewässer. Es sind Momente wie diese, die die Seefahrt so unvergesslich werden lassen.
Der Funker Platzer und der Bootsmann xxx geniessen auf der Brücke den Feierabend.
Das Ziel der Reise ist in Sicht: Die Raffinerie Manatitlan, die nach einer langen Revierfahrt auf dem Rio Coatzacoalcos erreicht wird. Der Betrachter wird auf den tadellosen Zustand des Schiffes hingewiesen. Ein Lob an die Decksbesatzung: Moi in Farf.
Maschine fertig! Der 2.Ing. Jörg Alberts ist aus dem Keller aufgetaucht. Revierfahrt beendet, erst mal peilen wie es hier so aussieht. Sein Kollege der polnische Maschinist xxx hat es sich im Schatten gemütlich gemacht - Freiwache.
Der 2.Offizier Uli Janssen sorgt für Ordnung vor dem Festmachen auf dem Achterdeck, damit das auch alles klargeht!
Es ist heiss in Mexico. Da ist das Kombüsenschott auf dem Achterdeck ein beliebter Treffpunkt. Vielleicht gibt es ja eine schöne Serveca aus dem Kühlraum?
Eine einfache aber doch recht wirkungsvolle Löscheinrichtung: Eine Förderschnecke wird mit Hilfe eine Kranes ins Schiff gesteckt. Dann geht es per Rinne über einen Trichter direkt in einen LKW. Das Löschen kann dauern. Regnen darf es nicht und das Schiff wird sicherlich auch weissgepudert. Neugierige Gäste gab es auch.
Diese Raffinerie wurde von der "Elisabeth" beliefert. Umweltschutz steckte in den 60ern weltweit noch in den Kinderschuhen
Archangelsk
DES "Elisabeth Schulte" Archangelsk-Reise 1969
Foto Günter Platzer Günter Platzer schreibt: "Habe noch nie in meinem Leben so viel Holz auf einen Haufen gesehen. Selbst Strassen und Kaimauern waren teilweise aus Holz."
Foto Günter Platzer Die Liegezeit betrug ca. 4 Wochen! Oft musste von einer Sägemühle zur anderen verholt werden.
Foto Günter Platzer Günther Platzer schreibt: "Klasse Interclub-Aufenthalte mit viel Kultur, aber um 24.00 Uhr war Landgang-Ende. Strenge Sicherheitsmaßnahmen zu Lande und auf der Dvina. Es herrschte ja noch der kalte Krieg."
Foto Günther Platzer Günter Platzer schreibt: "Nach dem Ablegen zu Reise nach West-Hartlepool kam in dunkler Nacht ein Behördenfahrzeug längsseits. Durchsuchung des gesamten Schiffes durch Militär nach eventuell in der Holzladung versteckten, russischen Staatsbürgern. Kein Fahndungserfolg." Die Reise konnte fortgesetzt werden. Die Elisabeth wurde zu Beginn ein wenig durchgeschüttelt.
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