"Auguste Schulte"
Getriebeschaden MS "Auguste Schulte" 1970
Auf einer früheren Reise bekam die "Auguste" in Südamerika/Westküste einen Getriebeschaden. Dieser Schaden wurde mit Bordmitteln repariert. Auf diesem Bild sehen wir den 2. Ing. Johann Behrends am offenen Getriebe bei drehender Welle. Die Drucklagersegmente waren beschädigt und mussten plangeschliffen werden. Dazu wurde eine Flex eingespannt, und das Getriebe wurde mit Hilfe der Törnmaschine gedreht. Das Schiff fuhr nach durchgeführter Reparatur ohne Probleme zurück nach Europa.
Steakparty in Toronto MS "Auguste Schulte" 1971
Zu einer anständigen Steakparty haben sich der 2.Ing Bode mit seiner Frau, der 2.Offizier Ulfried Janssen und der Chief Jan Behrends auf dem Bootsdeck getroffen. Steaks satt! Für einen Schluck Bier wird auch wohl noch Platz gewesen sei
Grosse Seen MS "Auguste Schulte" 1971
Nochmal Tausend Islands. Die Fahrt durch die inseln dauert ca. 2-3 Stunden, je nachdem wie schnell man fahren konnte. Diese Reise scheint gegen Ende des Sommers stattgefunden zu haben, es ist sehr wenig los zwischen den Inseln. Im Hochsommer, und dann möglichst noch am Wochenende, wenn alles frei hat, dort hindurchzufahren ist ein besonderes Erlebnis. Da ergab sich des Öfteren die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den, auf ihren Speedbooten herumbrausenden, Amis. Fragen nach dem woher und wohin und wenn sie rauskriegten, dass man Deutscher war wurde auch schon mal nach deutschem Bier gefragt. Die Bikinis der Damen, die sich auf den Booten räkelten, waren nach meiner Erinnerung manchmal auch recht knapp, aber es kann sein, dass hier alles ein wenig verklärt ist....
Grosse Seen MS "Auguste Schulte" 1971
Schlosser und Burgen im Gebiet von Thausend Islands. Das ist ein Gebiet an der östlichen Seite des Ontario-Sees. Es besteht aus vielen kleinen Inseln (wie der name schon sagt), auf denen die Amerikaner und Kanadier(?) ihre Wochenend-Villen errichtet haben. Das sind zum Teil prachtvolle Anwesen, also nicht mit den Datschen am Müritzsee zu vergleichen. Man sagt, dass der deutsche Nähmaschinenfabrikant Pfaff eine Burg am Rhein Stein für Stein abtragen lassen und sie dort im Original wieder aufbauen lassen hat.
Grosse Seen MS "Auguste Schulte" 1971
Dieses Foto zeigt das Schleusentor einer Schleuse im Wellandkanal. Die Schleusenanlagen bestehen dort teilweise aus drei direkt hintereinanderliegenden Schleusen. Gewaltige Anlagen, die in den monaten April bis Dezember rund um die Uhr betrieben werden. Im Welland-Kanal werden auf einer Länge von 28 Meilen 325 Fuß, das sind ca. 100 m, Höhenunterschied mit Hilfe von acht Schleusen überwunden. In "Fundgrube" habe ich ein Profil der gesamten "Grossen Seen Sektion" dargestellt. Das war bei einem Foto von Jonni Alberts mit dran, guckt da mal rein, da kann man das alles prima erkennen.
Grosse Seen MS "Auguste Schulte" 1971
Die Zeit des Wartens vor den Schleusen im Grosse Seen Gebiet vertrieben sich die Besatzungen vieler Schiffe damit, dass sie den Namen ihres Schiffes auf die Wartepier malten. Auf diese Art zeigten sie anderen Besatzungen, dass sie auch dagewesen sind. Manchmal waren rechte Kunstwerke darunter. Mit im Bild hier der 2. Ing. Rolf Bode mit seiner Frau und der 2. Offz. Ulfried Janssen.
Israel MS "Auguste Schulte" 1971
Jan Behrens und Ben Ulmer mitten in der Wüste vor dem VW-Bulli, der viele Seeleute kreuz und quer durch Israel gekarrt hat. Ein toller Service, der einem da geboten wurde, und den man erst im Nachhinein, wenn man nach Jahren die Bilder wiedersieht und die ganze Situation wieder vor Augen hat, richtig zu bewerten weiss.
Israel MS "Auguste Schulte" 1971
Das Kamel, auf dem Jan Behrends hier eine eher mäßige Figur abgibt, hat, laut Jan, eine besondere Geschichte hinter sich gebracht: Es soll, nachdem der Proberitt erfolgreich durchgeführt wurde, von Jan gekauft worden sein. Die "Auguste" brachte das Tier als Deckslast dann nach Deutschland, wo es in dem Logabirumer Tierpark "Onkel Heini" den Kindern noch viele Jahre sehr viel Freude gemacht haben soll. Seemannsgarn, Jan, Seemannnsgarn!
Israel MS "Auguste Schulte" 1971
Der 2.Offz. xxx und der 3. Ing. Rettmer vor dem Garten Getsemane und der alten Stadtmauer von Jerusalem. Historischer Boden für alle Christen. Man bekam schon allerhand zu sehen, wenn man mit den Pfarrern auf Tour ging. Die Bibellesungen, die bei jeder passenden Gelegenheit abgehalten wurden, waren nicht jedermanns Sache, aber es war doch recht beeindruckend mit welcher Hingabe die Pfarrer uns die biblische Geschichte nahe bringen wollten.
Israel MS "Auguste Schulte" 1971
Ben Ulmer und Jan Behrends vor der Klagemauer. Die durfte natürlich auf der Rundreise nicht fehlen. Überhaupt war Israel ein sehr eindrucksvoller Land voller Gegensätze. Orthodoxe, europäische und arabische Juden bildeten ein buntes Völkergemisch mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen. Man traf auch noch auf Leute die deutsche Wurzeln hatte, die Begegnungen mit ihnen waren besonders, was ich nie bemerkt habe war Deutschenhass.
Israel MS "Auguste Schulte" 1971
Ein Rundgang durch die Alstadt von Jerusalem stand immer mit auf dem Programm. Unter der fachlichen Führung des Seemannpfarrers oder seiner Frau wurden viele historische Orte im Lande besucht, manchmal wurde die Bibel an dem betreffenden Ort zitiert. Das war sehr eindrucksvoll.
Israel "Auguste Schulte 1971
Die recht langen Liegezeiten in den israelischen Häfen Aschdod oder Haifa konnte man hervorragend nutzen, um Land und Leute kennenzulernen. Eine Möglichkeit dazu war das, gut ausgebaute Busnetz in Israel, wenn man es auf eigene Faust versuchen wollte, eine andere war das organisierte Reisen durch das Land unter Führung eines norwegischen Seemannpfarrer-Ehepaares welches mit einem VW-Bus unterwegs war. Hier sind der FO Ulmer und der 3. Ing. Rettmer vor dem Felsendom in Jerusalem zu sehen.
Valparaiso MS "Auguste Schulte" 1971
Der 3. Ing Rettmer kommt per Wassertaxi mit seinen beiden Schwestern, gut gelaunt, nach einem Landausflug in Valparaiso,an Bord zurück.
Manta Equador, MS "Auguste Schulte" 1971
Die Indios aus dem Binnenland, die angereist sind, um ihre Waren - handgeknüpfte und -gewebte Textilien - anzubieten, haben sich komplett auf der Pier versammelt. Es sieht so aus, als ob der "Markttag" für sie etwas ganz Besonderes ist; alle sind chic in Schale, und sie bestaunen neugierig den deutschen Dampfer, der da gerade festgemacht hat.
Manta Equador, MS "Auguste Schulte" 1971
Einheimische Händler bieten landestypische Handarbeiten zum Kauf an. Hier ist ein Indianerstamm aus dem Binnenland, der nur in den Hafen gekommen war, um die Handwerkskunst wie Ponchos, Teppiche, Mützen etc. anzubieten. Die Waren sind von ausgezeichneter Qualität, Jan besitzt heute noch einen Teppich, den er den Indios damals abgekauft hat.
Lima MS "Auguste Schulte" 1971
Die Altstadt Limas mit ihren schachbrettartig angeordneten Strassen und prächtigen Bauten aus der Kolonialzeit steht seit 1991 unter dem Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe. Sehenswert sind außerdem der große Plaza de Armas und das nahegelegene Rathaus, der Präsidentenpalst von 1938 und einige Sakralbauten aus dem 16.+17. Jhdt. wie La Merced und San Pedro, die das große Erdbeben von 1746 überstanden. Das im neukolonialem Stil errichtete erzbishhöfliche Palais ist mit Arkaden und Holzbalkonen geschmückt.
Lima MS "Auguste Schulte" 1971
Lima liegt am Fuße der peruanischen Anden. Das Zentrum von Lima liegt 160 m ü.NN. Im Osten erreicht das Stadtgebiet eine Höhe von 950 m ü.NN. Das Stadtgebiet von Lima wird im Norden durch den Rio Chillon, im Süden durch den Rio Lurin und im Osten durch die Flüsse Rio Rinae/Santa Eulalia begrenzt. Es hat eine Ausdehnung von 60 km in N/S-Richtung und 30 km in O/W-Richtung. Das Stadtzentrum befindet sich ca. 15 km landeinwäts am Rio Rinae.
Lima MS"Auguste Schulte" 19071
Hier steht Jan Behrends bei den Wachen des Regierungspalastes in Lima, Peru. Lima st die Hauptstadt Perus und hat 6,5 Mio. Einwohner. Nahe bei Lima liegt die Hafenstadt Callao mit 800.000 Einwohnern. Beide Städte bilden gemeinsam die Metropolregion Lima mit ca 7,5 Mio. Einwohnern. Lima ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sowie das bedeutendste Wirtschafts-und Kulturzentrum Perus mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern
Buenaventura MS "Auguste Schulte" 1970/71
Die kunstvoll geschmiedeten Geländer an den Balkonen über denen die Wäsche zum Trocknen hängt, lässt erahnen, dass dieses Viertel schon einmal bessere Zeiten gesehen haben muss. Das scheint die beiden Frauen nicht zu stören, sie halten einen unbekümmerten Plausch unter Nachbarinnen, wie es überall auf der Welt üblich ist, und machen sich vielleicht über die beiden Gringos lustig, die da mit dem Fotoapparat ihre Wäsche ablichten.
Buenaventura MS "Auguste Schulte" 1970/71
Ein Lichtblick? Ein kleines Mädchen im weissen Kleid auf dem Weg in die Schule. Bildung und Ausbildung sind der Grundstein für jeden, der dem Elend entfliehen will, und wer will das nicht? Einige wohltätige Organisationen kämpfen einen verzweifelten Kampf in aller Welt gegen Armut und Bildungsnotstand, wobei ihnen die örtlichen Verwaltungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung gewähren.
Buenaventura MS "Auguste Schulte" 1970/71
Oftmals ist die Prostitution die einzige Möglichkeit für die Frauen, um Geld für den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie zu verdienen. Ein sehr trügerisches Geschäft, weil es nur begrenzte Zeit ausgeübt werden kann und keinerlei soziale Absicherung erfolgt, die die Frauen im Alter versorgt. Vielen Seeleuten ist das egal. Man kann das auch so sehen: wenn ich sie nicht kaufe, kauft sie ein anderer, oder keiner, dann hat sie gar nichts. Ihre Situation kann ich nicht ändern.
Buenaventura MS"Auguste Schulte" 1970/71
Blick auf die Isla Pájaros - der Vogelinsel - in der Mündung der Rio Buenaventura, an der die Stadt liegt. Heute ein beliebtes Touristenziel. Grosser Fischreichtum in der Bucht, lässt viele Fischer zu ihren Fangfahrten auslaufen. Der morsche alte Kahn im Vordergrund wird wohl weder für das eine, noch für das andere genutzt werden können.
Buenaventura MS "Auguste Schulte" 1970/71
Hafenromantik kommt hier nicht auf. Im Gegensatz zu europäischen Ländern, in denen große Häfen wie Hamburg, Rotterdam oder Barcelona auch gleichbedeutend mit reichen Städten ist, gehört Buenaventura in Kolumbien zu den ärmeren Städten. Von den hier umgeschlagenen Reichtümern bleibt für die Bevölkerung so gut wie nichts hängen. Der Hafen ist eher Fluch statt Segen.
Buenaventura MS "Auguste Schulte" 1970/71
Die Stadt wurde 1540 von Juan de Ladrilleros gegründet und benannt nach dem Heiligen Buenaventura von Bagnoregio. Sie wurde von Indios um 1600 zerstört und später wieder aufgebaut. Die Stadt bekam erst gesteigerte Bedeutung für den Seehandel nach der Eröffnung des Panama-Kanals.
Buenaventura MS "Auguste Schulte" 1970/71
Heute ist Buenaventura der grösste Pazifikhafen Latainamerikas und hat mit jährlichen Zuwachsraten von 15% Valparaiso längst überholt. Über Buenaventura wird heute 60% des kolumbianischen Aussenhandels abgewickelt. Besondere Bedeutung hat der Export von Kaffee und anderen landwirtschaftlichen Produkten wie Zucker, Holz und Shrimps, aber auch Metallen wie Gold und Platin.
Buenaventura MS "Auguste Schulte 1970/71
Buenaventura ist eine kolumbianische Hafenstadt im Department Valle del Canca an der Pazifikküste. Sie liegt auf der Insel Cascajal am Fusse der Anden und hat ca. 350.000 Einwohner die zum größten Teil in großer Armut lebt. Jan und der Garantie-Monteur der Fa. Deutz (Hauptmaschine) haben sich an Land getraut.
Ein seltsamer Fang MS "Auguste Schulte" 1970/71
Viele Seeleute angeln gerne, und manchmal haben sie die komischten Dinger an der Leine. Dieses ist ein Schiffshalter, der wissenschaftliche Name ist Echeneidae. Sie gehören zur Famile der barschartigen, die sich mit Hilfe einer Saugplatte, die sich aus der ersten Rückenflosse gebildet hat an grössere Fische, z.B. Haie, anheften und sich mitnehmen lassen: Sie nehmen an den Mahlzeiten des Wirtstieres teil, geniessen den Schutz des grösseren Tieres und halten ihn dafür frei von Parasiten. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Ihren Namen haben sie daher, weil sie sich auch an Schiffsrümpfen festsaugen. Wie sie schmecken, muss Jan berichten.
Maracaibo MS"Auguste Schulte" 1970/71
Ein Blick auf die Bohrtüme und Förderplattformen im Maracaibo-See. Venezuela ist ein Ölförderstaat und 60% des venezolanischen Ölhandels wird über Maracaibo abgewickelt. Maracaibo liegt im Nordwesten des Landes und ist mit ca. 2 Mio. Einwohnern die grösste Stadt der Karibik. Sie ist mit Durchschnittstemperaturen von 29-32°C auch die heisseste Stadt Venezuelas.
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